
Gestein (Lazurit + Calcit + Pyrit)
Lapislazuli
Das Blau der Renaissance.
Lapislazuli ist kein Mineral, sondern ein Gestein — eine Mischung aus Lazurit, Calcit und feinem Pyrit. Sein tiefes Ultramarinblau zierte ägyptische Pharaonengräber und färbte das Gewand der Madonna in den Gemälden der Renaissance.
Härte
Mohs 5–5,5
Formel
(Na,Ca)₈(AlSiO₄)₆(SO₄,S,Cl)₂
Kristallsystem
Polymineralisches Gestein (Hauptkomponente Lazurit: kubisch)
Eigenschaften
Tiefblaues Gestein mit goldenen Pyrit-Einschlüssen, die wie Sterne wirken. Die weißen Adern bestehen aus Calcit. Erste Qualität ist gleichmäßig dunkelblau mit feiner goldener Sprenkelung.
Faszinierende Fakten
- 01
Das Ultramarinblau in Vermeers Gemälden wurde aus zermahlenem Lapis hergestellt — teurer als Gold.
- 02
Die Mine Sar-e Sang in Afghanistan ist seit 7000 Jahren in Betrieb.
- 03
Die Totenmaske des Tutanchamun trägt großzügige Lapis-Einlagen.
- 04
Erst 1828 gelang die synthetische Herstellung des Ultramarin-Pigments durch Jean-Baptiste Guimet.
Fundorte
- Afghanistan (Sar-e Sang)
- Chile
- Russland (Baikalregion)
- Pakistan
Symbolik
Im alten Ägypten Symbol des Himmels und der Götter. In der Renaissance Sinnbild der Reinheit Mariens.
Bildnachweis: Parent Géry · CC-BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons